13.07.2012

Session - Bluesfeeling in allen Varianten mit Martin Kühn

CELLE. Als Bluesharper, Bluesgitarrist und Bluessänger in einem, dazu noch Komponist etlicher Songs, prägte Martin Kühn die Jazzsession in Kunst&Bühne mit kraftvollem geerdetem Bluesfeeling von großer rhythmischer Dynamik. Angesichts des unterbesetzten Lokales konnte man zwar schon mal reichlich den Blues kriegen, aber was die Musiker dann so italitätssprühend und packend rüberbrachten, kam dann doch noch besser an; das hatte Ausdrucks- und Überzeugungskraft - intuitiv, ehrlich, frei von Allüren und ging direkt unter die Haut.

Die szenebekannten Gebrüder Kühn im Doppelpack - Erwin als bekannten Bassisten weit über die Celler Grenzen  hinaus kreativ aktiv  - ergänzten mit potenzierender gitarristischer Virtuosität der nicht minder vielseitige Uli Wißmann und der frischgebackene Abiturient Philip Dornbusch, der nicht nur schulmäßig, sondern auch an den Drums ganz offensichtlich seine Reifeprüfung abgelegt hat.

Auch Sven Ackemann, der im Schülerset allein die Stellung halten musste, gab sich schon anspruchsvoller mit einem Santana-Stück und entführte im Gitarrenduett mit seinem Lehrmeister (Wißmann) zu Alice in Wonderland.  

Mit sattem Sound  und unerschöpflicher Improvisationsfülle der A- und E-Gitarren, mit einem Arsenal von Bluesharps aller Tonlagen, mit einem großen Songrepertoire von sowohl klassischer als auch eigener Machart, wurden die unterschiedlichen Facetten aufgeblättert, die dem Blues so vielfältige Charakteristika verleihen - ob Folk-, Chicago-, boogie- oder swinggefärbtem Blues - und reichlich emotions und vibrations im Raum freisetzten.

Traute Klippel-Hißbach

 

 

Fotos zur Veranstaltung