13.05.2012

Muttertagsjazz mit der Jazz Connection

Jazz-Bukett zum etwas anderen Muttertag auf Hof Wietfeldt:

Mamas und Publikums-Liebling Jazz Connection als musikalischer Florist


BENNEBOSTEL. Die anhaltende Kühle der Maitage hatte es entschieden: nicht unter den blühenden Kastanien im Hof, sondern drinnen in der Wietfeldtschen Kartoffelscheune musste dieses Mal der Jazzfrühschoppen steigen, den die Neue Jazzinitiative (NJIC) jedes Jahr zum etwas anderen Muttertag veranstaltet. Samt dem eisernen Bullerjan, dem hofgemachten Gaumenkitzler-Büfett und den frühen Schöppchen tat die Celler Jazz Connection ihr Übriges,um den Gästen so richtig warm werden zu lassen, was  ihr als ausgemachtem Publikumsliebling nicht allzu schwer gefallen sein dürfte, wie man am regen Zulauf und der guten Stimmung der Sonntagsausflügler leicht ausmachen konnte.

 

Obwohl keine Grünschnäbel mehr und dementsprechend reich an Erfahrung, entbehrte der musikalische Vortrag jedes Anflugs von automatischer Routine und  kam so frisch, temperamentvoll und locker-leicht  daher, dass auf beiden Seiten der pure Frohsinn waltete und der jahrzehntelang etablierten Amateurband die Gunst des Publikums nur so zufliegen ließ.

 

Und die sechs evergreen-verdächtigen Herren hatten, sozusagen als musikalische Floristen, auch wirklich ein wunderschön buntes musikalisches Muttertagsbukett gebunden aus beliebten, beschwingten Dixie- und Swing - Melodien, die sie mit Saxofonen und Klarinetten (Eckehard Bühring, Jürgen Göhmann), mit Kornett und Gesang (Henning Brandes), mit Banjo (Wolf-Dieter Bebenroth) und Kontrabass (Klaus Ortner) und mit Manfred Kaufmann am Schlagzeug in gefälligen Arrangements klangvoll und harmonisch rüberbrachten. Mit den Rhythmen und Klangfarben von "Martinique" wurden gar karibische Impressionen beschworen, während aus der  überaus reichhaltig bestückten  Repertoire-Kiste eine schöne  Traditions-Nummer nach der anderen gezogen wurde - vom Tin Roof Blues über Petite Fleur bis zu On The Sunny Side Of The Street.

 

Auch wenn die Sonnenstrahlen fehlten, schmeichelte sich Henning Brandes samtig-timbrierte Stimme nicht nur mit diesem Song in die Ohren der Zuhörer, entzückten die sich hell über dunkle kräftige Basszupfer und spröde Banjoanschläge jubelnd aufschwingenden Klarinettentriller, zeigten sich die individuell unterschiedlichen Charaktere der zwei Saxofone oder Klarinetten. Und insgesamt  bewies die Combo nachhaltig ihre umwerfend mitreißende Könnerschaft - ein starkes Team, das einen süffigen Jazzfrühschoppen ausschenkte und einen angenehmen Rausch ohne Negativfolgen zu erzeugen wusste, vom Publikum zu Recht gefeiert.

 

Traute Klippel-Hißbach

 

 

Fotos zur Veranstaltung